Wie geht es weiter?

Wie geht es weiter?

Graffito aus Italien. Foto: Stefano Ferrario

auf dem Boden der Tatsachen sitzt es sich selten bequem, doch wir müssen es akzeptieren: Bis 2060 wird die Kirche in Deutschland die Hälfte ihrer Mitglieder verloren haben. Das prognostiziert die Studie der Freiburger Universität. Auch Stefanie Hoffmann, landeskirchliche Pfarrerin für Kirche im digitalen Raum, muss sich mit dem Gedanken an die schrumpfende Schar arrangieren. Im Titelkommentar kommt sie um eine Frage nicht herum: Liegt Gottes Segen noch auf uns und unserer Kirche, auch wenn die Suche nach den Früchten des Glaubens schwer fällt?

Hier gibt es den kompletten Artikel.

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NPD wirbt wieder mit Luther

NPD wirbt wieder mit Luther

Berlin/Wittenberg/epd Die rechtsextreme Partei NPD wirbt mit dem Bild von Martin Luther um Stimmen – wie bereits beim Bundestagswahlkampf 2017. Bundesweit kritisierten Kirchenvertreter*innen diese Werbung. Die EKBO verurteilte, dass diese Wahlplakate offenbar bevorzugt in der Nähe von Kirchen oder kirchennahen Einrichtungen aufgehängt würden. Auf dem Plakat steht: „Ich würde NPD wählen – Ich könnte nicht anders.“ Dabei wird ein Lutherporträt aus dem Jahr 1528 verwendet, das in der Dauerausstellung des Lutherhauses in Wittenberg hängt. Die Stiftung Luthergedenkstätten Sachsen-Anhalt erwägt eine Klage wegen der Verletzung von Urheberrechten.

Bestattung anatomischer Präparate von NS-Opfern

Bestattung anatomischer Präparate von NS-Opfern

Berlin/epd Gewebeproben von Hingerichteten der NS-Zeit sind am 13. Mai, in Berlin in einer interreligiösen Zeremonie auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof bestattet worden. Die mehr als 300 mikroskopischen Präparate stammten aus dem Nachlass des Leiters des Berliner Anatomischen Instituts während des Nationalsozialismus, Hermann Stieve (1886-1952). Stieve bezog Leichen für Forschungszwecke aus dem Strafgefängnis Plötzensee. An der Zeremonie waren ein evangelischer, ein katholischer und ein jüdischer Geistlicher beteiligt. Die Präparate wurden in einem kleinen Sarg an der Friedhofsmauer bestattet.

Ernst-Moritz-Arndt-Gemeinde votiert für Namensänderung

Ernst-Moritz-Arndt-Gemeinde votiert für Namensänderung

Berlin/dk Die Ernst-Moritz-Arndt-Kirchengemeinde hat sich für die Namensänderung ihrer Gemeinde und ihrer Kirche entschieden. Das beschloss der Gemeindekirchenrat mit sechs zu vier Stimmen. Die Benennung einer Kirche nach Arndt sei heute kaum noch vermittelbar, heißt es in einer Pressemitteilung der Landeskirche. Die neue Namensfindung soll unter größtmöglicher Beteiligung der Gemeindeglieder zügig erfolgen.

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Aktuelle Ausgabe: 20/2019

Artikel

Der Bienenvater

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Foto: Uli Schulte Döinghaus

Am 20. Mai ist UN-Weltbienentag. Andreas Pflitsch betreut als Imker drei Völker auf dem Dach des Evangelischen Zentrums in Berlin-Friedrichshain – und erwartet eine gute Honigernte. Uli Schulte Döinghaus besuchte ihn und seine Bienen.

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Skandal: Pfarrer ohrfeigt Braut

Skandal: Pfarrer ohrfeigt Braut

Pfarrer auf der Anklagebank: Am 30. Juni 1869 musste sich Auguste Fournier vor Gericht verteidigen, weil er eine Braut geohrfeigt hatte. Abbildungen aus: Der Ohrfeigen-Proceß. Wortgetreuer Bericht der öffentlichen Verhandlung wider den Ober-Consistorial-Rath Dr. Fournier am 30. Juni 1869, Bergmann-Verlag, Berlin 1869

Vor 150 Jahren fand der „Ohrfeigen-Prozess“ gegen Oberkonsistorialrat August Fournier statt. Er war Theodor Fontanes Konfirmator. Karl Friedrich Ulrichs schreibt über den Vorfall und den Prozess.

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Poker um Ablösesumme

Poker um Ablösesumme

Sollen die Staatsleistungen an Kirchen abgelöst werden? Foto: klimkin/pixabay

Die nicht-zweckgebundener „Staatsleistungen“ der deutschen Steuerzahler an die Kirchen sind seit über 200 Jahren ein Provisorium. Doch eine Lösung ist nicht in Sicht – weil Bund und Länder das Thema scheuen. Uli Schulte Döinghaus berichtet.

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Kiez und Kirche im Containerstyle

Kiez und Kirche im Containerstyle

Entwurf der Container Kiez Kirche. Foto: Philipp Rhein, EJBO/in_design architektur Tim Driedger

Hört man den Begriff „Container“ hat man schnell einen Blech- oder Plastikkasten voller Müllsäcke vor Augen. Das Wort aber leitet sich vom lateinischen „continere“ ab, was zusammenhalten bedeutet. Das erklärte Landesjugendpfarrerin Sarah Oltmann unserer Jugendredakteurin Vivien Löpelmann. Die Evangelische Jugend der EKBO arbeitet aktuell an einer Containerkirche, die beim Kirchentag in Dortmund aufgebaut werden soll. Nicht aus Müll-, sondern aus Frachtcontainern wird sie bestehen.

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