Auf Augenhöhe

Auf Augenhöhe

Foto: Ben Mater/unsplash

Haben wir die Schöpfungsgeschichte zu menschenzentriert ausgelegt? Vielleicht sogar völlig egoistisch? Der Umgang, den wir – auch in christlichen Kreisen – mit Tieren pflegen, lässt tief blicken. Lebewesen werden zu Trophäen am Angelhaken, zu Snacks für den kurzen Gaumenkitzel, zu Konsumgütern in allen Bereichen. Fraglich, ob ein süßes Katzenbabyvideo auf Youtube zu schauen oder seinen Border Collie zu streicheln da ein adäquates Gegengewicht bietet. Pfarrer Viktor Weber ist überzeugt: „Der Mensch hat sich am Tier versündigt.“ Am Sonntag leitet Weber einen Gottesdienst für Mensch und Tier.

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die Kirche unterwegs. Das Tagebuch

Die Hälfte meiner Zeit als rollende Reporterin für die Kirchenzeitung ist bereits rum. Es ist spannend, an jeder Station neu zu schauen und mich darauf einzustellen: Was und wen finde ich vor? Wo kann ich arbeiten? Wie steht der Qek am besten? Gibt es WLAN? Mal schreibe ich meine Texte dank Godspot auf dem Fußweg vor der Kirche – wie hier in Friedrichswalde – und mal unter einer uralten Linde im Pfarrhausgarten. Die Orte sind so unterschiedlich wie die Menschen, denen ich bisher begegnet bin.

Erste Station: Neuruppin. Susanne Liedtke besucht die leidenschaftliche Bibeltexte-Zerpflückerin und Leiterin der Regianalakademie im Kirchenkreis Wittstock-Ruppin Roswitha Döring. Zum Artikel.

Zweite Station, Glambeck: Zu Besuch bei Karin Bernickel in der Kirchenklause neben der ersten Radwegekirche Deutschlands. Zum Artikel.

Dritte Station: Gransee. Susanne Liedtke in der Stadt, über die Fontane schrieb, sie sei die „festeste der Grafschaft Ruppin“. Zum Artikel.

Vierte Station: Malchow und Carmzow. Im Malchower Labyrinthpark kann man sich herrlich verlaufen und Holger Müller-Brandes stellt in Carmzow uckermärkische Dorfkirchen vor. Zum Artikel.

Fünfte Station: Friedrichswalde. Susanne Liedtke besucht Ralf Schwieger, Pfarrer im ehemals größten Holzschuhmacherdorf Deutschlands. Zum Artikel.

Sechste Station: Joachimsthal. Im Proberaum der Schinkelkirche machen Jugendliche seit 25 Jahren Musik und setzen ein lautes Zeichen gegen Gewalt und Rechtsextremismus. Zum Artikel.

Weitere Meldungen

Aufruf zum Glockenläuten am 9. Oktober um 18.35 Uhr

Aufruf zum Glockenläuten am 9. Oktober um 18.35 Uhr

Berlin/dk Die überkonfessionelle Initiative „Wachet und Betet – Freiheit jetzt!“ an der Berliner Gethsemanekirche ruft zu einem bundesweiten fünfminütigen Glockenläuten am 9. Oktober um 18.35 Uhr in Erinnerung an die Friedliche Revolution auf. Anlass ist das 30-jährige Jubiläum der Demonstration von mehr als 70 000 Menschen aus allen Teilen der DDR am 9. Oktober 1989 in Leipzig - trotz drohenden Schießbefehls. Um 18.35 Uhr wurde entschieden, die bereitstehenden Sicherheitskräfte zurückzuziehen.
Foto: epd

Mädchen verklagt Knabenchor wegen Diskriminierun

Mädchen verklagt Knabenchor wegen Diskriminierun

Berlin/epd Knabenchöre werden wegen möglicher Diskriminierung ein Fall fürs Gericht. Am Freitag, 16. August, befasst sich das Verwaltungsgericht Berlin mit der Frage, ob der Berliner Staats- und Domchor ein reiner Knabenchor bleibt oder auch ein Mädchen aufnehmen muss. Wie das Gericht mitteilte, richtet sich die Klage gegen die Universität der Künste (UdK), die Trägerin des Chores ist. Geklagt hat den Angaben zufolge ein neunjähriges Mädchen beziehungsweise dessen Mutter. Im November 2018 habe die Mutter um die Aufnahme ihrer Tochter in den Berliner Staats- und Domchor gebeten.
Foto: epd

Gemeinde findet Pfarrer über „Bauer sucht Frau“

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Freiburg/epd Einen überraschenden Nebeneffekt hat die RTL-Doku-Soap „Bauer sucht Frau“ für die baden-württembergische evangelische Kirchengemeinde Marschalkenzimmern-Weiden: Sie fand über die Sendung ihren neuen Pfarrer. Eine Familie aus der Gemeinde hatte am TV-Gerät eine Hochzeit in Namibia verfolgt. Der trauende Pfarrer kam ihnen bekannt vor: Es handelte sich um Sven von Eicken, im Auslandseinsatz. Da sich seine Auslandszeit dem Ende zuneigte und in Marschalkenzimmern die Pfarrstelle vakant war, bat der Kirchengemeinderat den Theologen um eine Bewerbung. Nach vielen Gesprächen über Videokonferenzen im Internet sei man sich einig geworden.
Foto: epd

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Aktuelle Ausgabe: 33/2019

Artikel

Haltung zeigen: Rocken gegen Rechts

Haltung zeigen: Rocken gegen Rechts

Klare Botschaft an der Tür zum Proberaum in der Sakristei der Joachimsthaler Schinkelkirche. Junge Musikerinnen und Musiker des Projekts „BAFF: Bands auf festen Füßen gegen Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus“ proben hier Woche für Woche, unterstützt von Uwe Kolberg (links). Foto: Susanne Liedtke

Als „Nestbeschmutzerin“ wurde Pfarrerin Beatrix Spreng einmal beschimpft. 14 Übergriffe gab es auf die Kirche und das Pfarrhaus. Der Grund: das von der Pfarrerin vor 25 Jahren gegründete Projekt „BAFF“. Denn mit dem, wofür diese vier Buchstaben stehen, konnten und können im brandenburgischen Joachimsthal nicht alle etwas anfangen – „Bands auf festen Füßen gegen Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus“. Wo andere Gotteshäuser die Sakristei haben, findet man in der Joachimsthaler Schinkelkirche einen Proberaum. Hier lernen junge Hobbymusiker, wie sie „die Show selber machen können, statt bei den Falschen mitzulaufen.“  Susanne Liedtke besuchte die Gemeinde.

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Wahl 2019: Migration und Integration

Wahl 2019: Migration und Integration

Im Bandprojekt ESTAbien des Vereins ESTAruppin musizieren Menschen mit und ohne Migrationshintergrund miteinander. Sie treten an verschiedenen Orten in Brandenburg auf, wie hier vor zwei Jahren im Rahmen eines Gottesdienstes in der Klosterkirche St. Trinitatis in Neuruppin. Weitere Informationen online: www.estabien.de Foto: ESTAruppin/David Leeuwestein

Am 1. September wird in Brandenburg und in Sachsen jeweils ein neuer Landtag gewählt. „die Kirche“ hat Expertinnen und Experten aus Kirche und Diakonie gebeten, die Wahlprogramme der Parteien zu prüfen und darzustellen, welche gesellschaftspolitischen Maßnahmen generell aus christlicher Perspektive gefördert werden sollten.

In dieser Woche stehen die Themen Migration und Integration in Brandenburg im Mittelpunkt. Es schreiben Christiane Schulz, Geschäftsführerin der diakonischen Initiative des Kirchenkreises Wittstock-Ruppin, ESTAruppin e.V. und Pfarrerin der Flüchtlingskirche für den Sprengel Potsdam und Theologin Luisa-Theres Sinate, Flüchtlingsbeauftragte im Kirchenkreis Falkensee.

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Glauben bekennen

Glauben bekennen

Er faszinierte seine Studierenden: Wolfgang Ullmann, Mitbegründer der Bürgerbewegung „Demokratie Jetzt“ in der DDR; Abgeordneter von Bündnis 90/Grüne im ersten gesamtdeutschen Bundestag; Pfarrer und Kirchenhistoriker. Das Foto zeigt ihn während der Bundesdelegiertenkonferenz von Bündn​is 90/Die Grünen vom 14. Mai 1993 in Leipzig. Foto: Andreas Schölzel/epd

Wolfgang Ullmann war leidenschaftlicher Lehrer am Sprachenkonvikt. Am 18. August wäre der Theologe und Politiker 90 Jahre alt geworden. Seine Dogmengeschichte blieb bislang unveröffentlicht. Wolfram Bürger, Pfarrer der Markus­gemeinde in Berlin-Steglitz, schreibt über seinen thologischen Lehrer.

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