Wir müssen ungehorsam sein!

Wir müssen ungehorsam sein!

„Sag‘ a Mal, die Neonazis müssen ja noch viel dümmer sein als die Nazis damals, denn die wissen doch, wie es ausgegangen ist.“ Dieser Satz seiner Mutter ist dem Liedermacher Konstantin Wecker im Gedächtnis geblieben. Am Samstag geht er mit erhobener Stimme auf die Straße wie schon seine Eltern es taten. Um 12 Uhr beginnt die Großdemonstration unter dem Aufruf „#unteilbar. Für eine offene und freie Gesellschaft – Solidarität statt Ausgrenzung!“ auf dem Berliner Alexanderplatz. Alle Informationen gibt es unter unteilbar.org

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Weitere Meldungen

Tympanon-Relief kehrt an Ursprungsort zurück

Tympanon-Relief kehrt an Ursprungsort zurück

Das Tympanon-Relief mit der Botschaft der Bergpredigt ist an das Hauptportal der St. Nikolaikirche Potsdam zurückgekehrt. Das bedeutende Kunstwerk des Architekten Karl Friedrich Schinkel und des Bildhauers August Kiß fand sein Ende mit der Zerstörung der Kirche 1945. Die finanzielle Situation beim Wiederaufbau des Gotteshaus in den 1970er Jahren ließ eine Rekonstruktion nicht zu. Erst durch eine großzügige Spende der Stiftung Preußisches Kulturerbe e.V. konnte das Relief von dem Potsdamer Bildhauer Rudolf Böhm und seinen Helfern wieder erstehen. Bis zum 14. Oktober findet eine ­Festwoche mit Gottesdiensten, Lesung, Führung und Theateraufführung statt. Text: dk, Foto: Gordon Welters/epd

Friedenstreck ist angekommen

Friedenstreck ist angekommen

Der Pferde-Friedenstreck aus Brück (Kirchenkreis Mittelmark-Brandenburg) ist am Freitag, dem 5. Oktober, nach rund 2300 Kilometern Fahrt an seinem Ziel in Weliki Nowgorod bei Sankt Petersburg in Russland angekommen. Pfarrer Helmut Kautz (Foto, Mitte) sprach von einem fantastischen Empfang durch die Bevölkerung. Die Friedenstour, die für europäische Verständigung werben wollte, war mehr als zwei Monate mit acht Planwagen, 14 Pferden und zwei Mulis unterwegs. Die Route führte über Polen, Kaliningrad, Litauen, Lettland und Estland. Der Treck hatte eine Friedensglocke im Gepäck, die immer wieder geläutet wurde und jetzt in der 218000-Einwohner-Stadt Weliki Nowgorod vor dem dortigen „Magdeburger Tor“ steht. Text: epd, Foto: promo

Vor 30 Jahren: Demonstration gegen Pressezensur

Vor 30 Jahren: Demonstration gegen Pressezensur

Am 10. Oktober 1988 versammelten sich etwa 200 Leserinnen und Leser sowie Mitarbeitende von „die Kirche“ zu einem Protestmarsch. der vom Ost-Berliner evangelischen Konsistorium in der Neuen Grünstraße in Berlin-Mitte zum Presseamt beim Ministerrat führen sollte. Damit wollten sie gegen die Zensurmaßnahmen bei den evangelischen Kirchenzeitungen in der DDR protestieren. Nach wenigen hundert Metern wurde die Demonstration durch Sicherheitskräfte gewaltsam aufgelöst und etwa 80 Personen festgenommen. „die Kirche“ erschien 1988 zeitweise mit weißen Flecken, da Artikel durch die Zensur verboten worden waren, die Ausgaben 16 und 17 wurden gar nicht veröffentlicht. Text: dk/epd, Foto: Bernd Bohm/epd

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Aktuelle Ausgabe: 41/2018

Artikel

Gottes und Volkes Stimme

Gottes und Volkes Stimme


Am kommenden Sonntag wird in Bayern ein neuer Landtag gewählt. Seit diesem Sommer begrüßt das Kreuz in den Eingangsbereichen aller ­Behörden in Bayern Besucherinnen und Besucher. Im Wahl­programm der CSU steht: „Das Kreuz ist in erster Linie ein religiöses Symbol. Es ist aber auch das Symbol für Menschenwürde, Nächstenliebe und Toleranz.“ Die CSU wurde kritisiert, dass sie mit ihrem Kreuzerlass Stammwähler mobilisieren will. Kann man mit der Bibel Politik machen? Ein Auszug aus dem Vorwort aus: Nikolaus Schneider (Herausgeber), Glaube, Liebe, Hoffnung. Die Bibel der Politikerinnen und Politiker. Kreuz Verlag, Hamburg 2018, 224 Seiten, 24 Euro

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Nicht wegsperren: Es geht anders

Nicht wegsperren: Es geht anders

Das Leben wieder in den Griff bekommen – das gelingt nicht allen Kindern und Jugendlichen, die in ihrer Familie mit
Gewalt, Drogen oder Kriminalität konfrontiert werden. Foto: pixabay

In der „Passauer Neuen Presse“ wurde vor kurzem gemeldet, dass sich die Zahl der jungen Menschen, die in sogenannten geschlossenen Heimen untergebracht werden, in den letzten zehn Jahren von
6000 auf 15000 erhöht habe. Joachim Decker ­ärgert sich über diese Meldung. „Weil sie so nicht stimmt“, sagt er und erklärt, dass es sich um Gerichtsurteile handelt, nach denen geschlossen untergebracht werden kann. Decker ist Fachreferent für Erziehungshilfen bei der Diakonie Berlin-Brandenburg. 

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Was braucht es, zu helfen?

Was braucht es, zu helfen?

Dirk Berendt, Senator für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung applaudiert: Der Leiter der JVA Tegel, Martin Riemer, und die Tochter von Harald Poelchau, Andrea Siemsen, enthüllten am 5. Oktober das Kunstwerk im Außenbereich. Darauf steht: „Was braucht es, einem Anderen zu helfen?“. Foto: Johanna Friese

Am 5. Oktober wäre Gefängnispfarrer Harald Poelchau 115 Jahre alt ­geworden. Aus diesem Anlass wurde eine lebensgroße Edelstahlfigur, die in einer Projektgruppe um die Künstlerin und frühere DDR-­Bürgerrechtlerin Katrin Hattenhauer sowie Inhaftierten der JVA-Tegel entstand, feierlich eingeweiht. Sie erinnert an den Mut des ­Gefängnisseelsorgers, der während der NS-Zeit etwa 1000 Menschen vor ihrer Hinrichtung begleitet hat. Johanna Friese sprach mit Marion Gardei, Beauftragte der Landeskirche für Erinnerungskultur. Sie ­unterstützte das einjährige Projekt.

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Schälen, garen, brutzeln

Schälen, garen, brutzeln

Die Blankenfelder Männer bereiten gemeinsam ihre Mahlzeit zu. Foto: Andrea von Fournier

Zugegeben: Etwas „herrentypisch“ geht es schon zu, wenn sich die Blankenfelder Männer ein Mal im Monat im Gemeindehaus treffen. Da wird der ein oder andere Kronkorken zum Ploppen gebracht, sich über Rasenmäher ausgetauscht und das Messer gezückt. Allerdings nur zum Zwiebelschneiden, Kartoffelnschälen et cetera. Denn im Vordergrund steht das gemeinschaftliche Essen. Andrea von Fournier stattete den geselligen Hobbyköchen einen Besuch ab. 

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