Dem Tod von der Schippe springen

Von Frank Schürer-Behrmann, Superintendent des Kirchenkreises Oder-Spree.

In der Welt geht es hoch her. Da sind „Könige von Heerscharen“, „Völker, die gerne Krieg führen“ und natürlich die, „die das Silber lieb haben“. Auch die Natur leidet und ist „dürre“. Das ist die Welt des 68. Psalms, und es ist auch unsere Welt. In ihr haben die Waisen und die Witwen, die Einsamen, die Gefangenen, die Elenden und die Gerechten Angst, unter die Räder zu kommen. In dieser Angst hoffen sie auf Gott – nicht, dass sie getröstet werden, wenn sie unter die Räder gekommen sind, sondern dass die großen Räder gestoppt werden, bevor sie sie zermalmen. Schließlich hat Gott in der Vergangenheit immer wieder aus Todesnöten geholfen: Er hat das Volk Israel bei der Flucht aus dem Sklavenhaus Ägypten vor dem Heer des Pharaos bewahrt. In der Wüste hat er den Menschen zu essen und zu trinken gegeben. Und Jesus befreit Kranke von lebensbedrohlichen Dämonen und schützt geschickt eine wehrlose Frau, die gesteinigt werden soll.

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