Gottes Geist suchen

Predigttext am 20. Sonntag nach Trinitatis: 1. Thessalonicher 4,1–8

1 Weiter, liebe Brüder, bitten und ermahnen wir euch in dem Herrn Jesus – da ihr von uns empfangen habt, wie ihr leben sollt, um Gott zu gefallen, was ihr ja auch tut –, dass ihr darin immer vollkommener werdet. 6 Niemand gehe zu weit und übervorteile seinen Bruder im Handel; denn der Herr ist ein Richter über das alles, wie wir euch schon früher gesagt und bezeugt haben. 8 Wer das nun verachtet, der verachtet nicht Menschen, sondern Gott, der seinen Heiligen Geist in euch gibt. (Auszug)

 

 

 

 

 

Von Daniel Feldmann

Ein wichtiger Bestandteil unsrer Gemeindearbeit in Bad Wilsnack ist die Arbeit im Weltladen. Hier werden fair gehandelte Lebensmittel angeboten, die inzwischen einen treuen Kundenstamm haben. Seit sechs Jahren bieten wir nur noch fair gehandelten Kaffee bei unseren Gemeindeveranstaltungen an.

Es ist ein wichtiges Thema im Blick auf die Gerechtigkeit in der Welt, dass wir dafür sorgen, dass die Produzenten in den Entwicklungsländern auch von ihrer Arbeit leben können. Eine Gesellschaft, die ausblendet, dass sie sich auf Kosten anderer in großem Wohlstand befindet, kann nicht von Nächstenliebe oder Mitmenschlichkeit geprägt sein. Und das ist es, was Gott von uns verlangt. Gottesliebe und Nächs­tenliebe sind nicht voneinander zu trennen.

Die Liebe Gottes erweist sich gerade im Umgang miteinander. Im Gegensatz zu den Zeiten des Paulus, ist das Christentum nunmehr ein globales Phänomen und dennoch würden wir heute nicht mehr zwischen Heiden und Christen unterscheiden. Ein Moslem oder Hindu ist ebenso unser Nächster. Das Wunderbare ist vielmehr, dass die christlichen Werte wie Mitmenschlichkeit und Gewaltlosigkeit auch in anderen Religionen spürbar sind. Der Hindu Mahatma Gandhi kämpfte gewaltlos für die Unabhängigkeit seines Landes. In der globalisierten Welt sind wir alle ein Stück enger zusammengerückt. Das sollte uns helfen die eigenen Egoismen zurücktreten zu lassen.

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