Sandburgen und Lebenshäuser

Predigttext am 9. Sonntag nach Trinitatis: Matthäus 7,24–27

24 Darum, wer diese meine Rede hört und tut sie, der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute. 25 Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus, fiel es doch nicht ein; denn es war auf Fels gegründet. 26 Und wer diese meine Rede hört und tut sie nicht, der gleicht einem törichten Mann, der sein Haus auf Sand baute. 27 Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus, da fiel es ein und sein Fall war groß. 28 Und es begab sich, als Jesus diese Rede vollendet hatte, dass sich das Volk entsetzte über seine Lehre; 29 denn er lehrte sie mit Vollmacht und nicht wie ihre Schriftgelehrten.






Foto: privat

Von Mathias Wohlfahrt

Sonntagnachmittage am Strand kommen mir in den Sinn: Kinder und Eltern graben, häufen Sand auf, sammeln Steine, um das fertige Sandwerk zu verzieren. Zum Schluss wird der Sand festgeklopft, dann ist die Sandburg fertig. Wenn wir am Abend unsere Strandsachen am schönen Helenesee hier in der Nähe von Frankfurt (Oder) zusammenpacken, steht nur noch die Hälfte der Gebäude. Die anderen sind eingestürzt. Es brauchte keinen Platzregen wie im Gleichnis, nur ein bisschen mehr Wind, schon stürzten die ersten Mauern ein. Das ist nicht schlimm – der Reiz liegt fast in der Kurzlebigkeit, der Möglichkeit, schnell um- oder neu zu bauen.

Wie sieht es mit unseren Lebenshäusern aus? Die sollen den Stürmen und Wellen der Zeit widerstehen. Ein Haus steht für ­Sicherheit und Geborgenheit. Doch was ist, wenn Pfusch am Bau im Spiel war? Wenn das Fundament nicht trägt?

Jesus beschreibt in seinem Gleichnis zwei Menschen: den, der seine Worte aus der Bergpredigt zum Fundament seines Lebenshauses macht, und den, der es nicht tut. 

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