Eine lebendige Hoffnung

Predigttext am Ewigkeitssonntag: Jesaja 65,17–19 (20–22) 23–25

17 Denn siehe, ich will einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen, dass man der vorigen nicht mehr gedenken und sie nicht mehr zu Herzen nehmen wird. 18 Freuet euch und seid fröhlich immerdar über das, was ich schaffe. Denn siehe, ich erschaffe Jerusalem zur Wonne und sein Volk zur Freude, 19 und ich will fröhlich sein über Jerusalem und mich freuen über mein Volk. Man soll in ihm nicht mehr hören die Stimme des Weinens noch die Stimme des Klagens. 20 Es sollen keine Kinder mehr da sein, die nur einige Tage leben, oder Alte, die ihre Jahre nicht erfüllen, sondern als Knabe gilt, wer hundert Jahre alt stirbt, und wer die hundert Jahre nicht erreicht, gilt als verflucht. 21 Sie werden Häuser bauen und bewohnen, sie werden Weinberge pflanzen und ihre Früchte essen. 22 Sie sollen nicht bauen, was ein anderer bewohne, und nicht pflanzen, was ein anderer esse. Denn die Tage meines Volks werden sein wie die Tage eines Baumes, und ihrer Hände Werk werden meine Auserwählten genießen. 23 Sie sollen nicht umsonst arbeiten und keine Kinder für einen frühen Tod zeugen; denn sie sind das Geschlecht der Gesegneten des HERRN, und ihre Nachkommen sind bei ihnen. 24 Und es soll geschehen: Ehe sie rufen, will ich antworten; wenn sie noch reden, will ich hören. 25 Wolf und Lamm sollen beieinander weiden; der Löwe wird Stroh fressen wie das Rind, aber die Schlange muss Erde fressen. Man wird weder Bosheit noch Schaden tun auf meinem ganzen heiligen Berge, spricht der HERR.

 

Von Clemens Hochheimer 

Bei uns zu Hause auf der Fensterbank sitzen viele Stofftiere. Da gibt es ein Schwein, einen Hund, ein Lamm, einen Bären, einen Berg­löwen, einen Elefanten – und sie alle leben ganz selbstverständlich friedlich zusammen. Sitzen nebeneinander, vertragen sich und meine Tochter hat sie alle lieb und gibt allen gleichermaßen ihren Schnuller. Eine schöne Kuscheltierwelt.

Ist das der Predigttext für diesen Sonntag? Eine Vorstellung aus Plüsch? „Denn siehe, ich will einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen, dass man der vorigen nicht mehr gedenken und sie nicht mehr zu Herzen nehmen wird. (…) Wolf und Lamm sollen beieinander weiden; der Löwe wird Stroh fressen wie das Rind, aber die Schlange muss Erde fressen. Man wird weder Bosheit noch Schaden tun auf meinem ganzen heiligen Berge, spricht der HERR.“

Diese beiden Verse sind der Rahmen des Predigttextes. Sie zeichnen ein starkes Hoffnungsbild. Dazwischen folgt eine Aufzählung von leidvollen und ungerechten Umständen, die es nicht mehr geben wird, nicht mehr geben soll.

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