Alles ist mir erlaubt

Predigttext am 8. Sonntag nach Trinitatis: 1. Korinther 6, 9–14 (18–20)

9 Oder wisst ihr nicht, dass die Ungerechten das Reich Gottes nicht ererben werden? Täuscht euch nicht! Weder Unzüchtige noch Götzendiener noch Ehebrecher noch Lustknaben noch Knabenschänder 10 noch Diebe noch Habgierige noch Trunkenbolde noch Lästerer noch Räuber werden das Reich Gottes ererben. 11 Und solche sind einige von euch gewesen. Aber ihr seid reingewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerecht geworden durch den Namen des Herrn Jesus Christus und durch den Geist unseres Gottes. 12 Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist mir ­erlaubt, aber nichts soll Macht haben über mich. 13 Die Speise dem Bauch und der Bauch der Speise; aber Gott wird das eine wie das andere zunichtemachen. Der Leib aber nicht der Hurerei, sondern dem Herrn, und der Herr dem Leibe. 14 Gott aber hat den Herrn auferweckt und wird auch uns auferwecken durch seine Kraft. 18 Flieht die Hurerei! Alle Sünden, die der Mensch tut, sind außerhalb seines Leibes; wer aber Hurerei treibt, der sündigt am eigenen Leibe. 19 Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch ist und den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört? 20 Denn ihr seid teuer erkauft; darum preist Gott mit eurem Leibe.

 

Von Irene Brockes

In unserer Gemeinde wurden in letzter Zeit viele Taufen gefeiert: in den großen Stadtkirchen, am Johannistag in und an der Oder und in den Dorfkirchen. Kinder und Erwachsene wurden auf den Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes getauft: „Du gehörst zu Christus“ wurde ihnen zugesagt. Der Gemeinde wurde ans Herz gelegt, sie freundlich aufzunehmen, aufeinander zu achten und einander im Glauben zu bestärken. Die Erwachsenen fragen nach dieser bewussten Entscheidung zur Taufe oft: „Und was kommt jetzt? Was ist jetzt anders?“

Befreit bin ich und habe meinen Platz gefunden in einer Gemeinschaft, die durch Achtung und Liebe geprägt ist. Vergangenes kann ich abstreifen und neu beginnen. Auf Gottes Entgegenkommen ist Verlass, doch wie es unter Menschen läuft, ist leider eher ernüchternd. Auch unter Christen geht es meist doch nicht so zu wie vom Reich Gottes erhofft.

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