Vom Wagnis der Begegnung

Vom Wagnis der Begegnung

Justus Werdin (l.) mit Erzbischof Henryk Muszynski (r.), Senior-Primas von Polen, 2015 bei der ­gemeinsamen Überfahrt zur ökumenischen Pilgerandacht auf die Insel Lednica, dem „Taufort“ Polens von 966. Foto: privat

Seit dem Regierungs­antritt der Partei „Recht und Gerechtigkeit“ in Warschau sind die deutsch-­polnischen
Beziehungen zusehends belastet. Justus Werdin, seit November 2016 Pfarrer der EKBO für grenzüberschreitende Ökumene im Berliner Missionswerk (BMW), spricht im Interview mit Tilman Asmus Fischer über die Aufgaben des kirchlichen Dialogs in der gegenwärtigen Situation.

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Kirche soll den Diskurs beleben

Kirche soll den Diskurs beleben

Foto: epd

Hanns Lilje war neben Dibelius, Scharf und Niemöller die beherrschende Figur des deutschen Protestantismus in der Nachkriegszeit. Im Frühjahr 1947, vor 70 Jahren, wurde er Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche von Hannover. Er war stellvertretender Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland und Präsident des Lutherischen Weltbundes. Lilje war nicht unumstritten, in die Kritik gerieten beispielsweise seine „Kriegspredigten“ aus der Nazi-Zeit. Doch der wortgewandte Theologe begründete einen Neuanfang der evangelischen Publizistik in Deutschland, da er fand, Kirche müsse sich einmischen. Wir drucken einen Auszug aus der Biografie „Hanns Lilje. Ein frommer Weltbürger“ von Ralph Ludwig.

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Trump und ­seine Freunde

Trump und ­seine Freunde

Foto: epd

US-Präsident Donald Trump unterzeichnete vor kurzem ein Dekret für die Stärkung der Religions- und Glaubensfreiheit. Kirchen dürfen nun wieder politische Kandidaten unterstützen, ohne befürchten zu müssen, ihre Steuerbefreiung zu verlieren. Das Dekret soll ihnen „ihre Stimme zurück­geben“, so Trump bei der Unterzeichnung im Beisein von Geistlichen. Kirchen und religiöse Verbände dürfen laut Gesetz von 1954 nicht parteipolitisch aktiv sein. Andernfalls droht ihnen die Aberkennung der Steuerbefreiung. Ein Bürgerverband kritisierte, Trumps Dekret greife die Trennung von Staat und Kirche an. Konservative evangelikale Verbände hingegen regierten positiv, einige hatten sich mehr von Trumps Dekret versprochen. Ein Artikel von Konrad Ege.

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Offene Ohren in der City

Offene Ohren in der City

Supervisorin Susanne Alpers, die ehrenamtlich bei der offenen Sprechstunde dabei ist, und Pfarrerin Dorothea Strauß (Foto v.l.) beraten jeden kostenlos im Foyer an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. Foto: Geneviève Hesse

Mindestens genauso wichtig wie eine laute kirchliche Stimme ist ein offenes Ohr. Bildlich gesprochen hat sich die Berliner Gedächtniskirche dafür ein Trommelfell wachsen lassen. Jeden ersten Dienstag im Monat werden die Beratungsräume des Foyers in Zukunft für eine kostenfreie offene Sprechstunde genutzt. Von 17 bis 19 Uhr kann jeder ohne Anmeldung vorbeikommen. Geneviève Hesse über die psychologische Erste-Hilfe.

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Gott im Gehirn

Gott im Gehirn

Modell ­eines menschlichen ­Gehirns. Foto: epd

Glaube, Kunst und Wissenschaft: In Michelangelos ­Fresken erkannten Forscher Details des Stamm-, Groß- und Kleinhirns. Wohnt der Herr tatsächlich in unserem Hirn? Ist es ein Meisterwerk Gottes oder Gott ein Meisterwerk des Gehirns? Katja Schmidtke, Autorin von „Glaube und Heimat“, fragte den Hirnforscher Gerald Wolf. 

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