Rücktritt mit Fragezeichen

Carsten Rentzing ist seit 1. September 2015 Bischof der Sächsischen Landeskirche und seit 8. November 2018 stellvertretender Leitender ­Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD). Foto: Norbert Neetz/epd

Carsten Rentzings Ankündigung seines Rücktritts als Landesbischof der Sächsischen Kirche löste eine aufwühlende Debatte um seine Person aus. Frühere politische Schriften holten ihn ein. Dies und vor allem die zögerliche Kommunikation erschüttern die Landeskirche. Uwe Naumann berichtet.

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Kommentar von Wolfgang Banse |

Der angekündigte Rücktritt des Landesbischofs der Sächsischen Kirche ist zu befürworten, um Ruhe in der Landeskirche Sachsen einkehren zu lassen und um Schaden was die Landeskirche Sachsen und deren Kirchenglieder betrifft, aus zu grenzen.

Kommentar von Bernd Katzschner |

Ich bin entsetzt. Rentzing hat diese Texte vor ca. 30 (!) Jahren geschrieben, für ein Blättchen mit minimaler Auflage - und er hat gesagt, dass er sich davon distanziert (ich selbst finde übrigens in den Texten nichts Rechtsextremes). Aber er wurde immer stärker angegriffen. Wenn es trotz seiner Distanzierung keine Vergebung gibt, hätte auch Paulus "gehen müssen". Für mich ist das Maß voll. Ich werde in der kommenden Woche aus der Evang.-Luth. Landeskirche Sachsens austreten (nach 50 Jahren, 20 davon als kirchlicher Mitarbeiter). Ich werde nicht das einzige Kirchenmitglied sein, das geht. Aber unsere linksgrünen Mitchristen (es fällt mir inzwischen sehr schwer, das Wort nicht in Anführungszeichen zu setzen) werden auch das "vermarkten" - sie werden beaupten, die Menschen seien wegen Rentzing gegangen. Richtig ist: Ich gehe nicht wegen Rentzing, sondern wegen der heillosen Kesseljagd gegen ihn. Bernd Katzschner, Bad Schandau