Gottes Geist weht, wo er will

Von Markus Dröge

Offene Fenster. Menschen in bunter Vielfalt. Sie beugen sich weit hinaus, der Welt zugewandt. Ein Haus, das dem frischen Wind alle Tore öffnet. So sieht der Künstler Sieger Köder die geisterfüllte Kirche. „Ich werde von meinem Geist ausgießen“ (Apostelgeschichte 2,17). Pfingsten – die Verheißung Gottes ist erfüllt.

Erstaunlich, wer dort alles hinausschaut. Dietrich Bonhoeffer im evangelischen Talar, die Bibel in der Hand. Athenagoras, der versöhnliche orthodoxe Patriarch, hält die Osterkerze in den Wind. Neben ihm sein Freund Papst Johannes XXIII., mit ausgebreiteten Armen. Er war es, der vor 50 Jahren mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil das „aggiornamento“, die Öffnung der römisch-katholischen Kirche zur modernen Welt, in die Wege leitete. Ein Stockwerk höher halten junge Menschen ihre Fahnen und Banner in den Wind. Verschieden sind Hautfarbe und Kultur. Einer schwenkt ein Weihrauchfass. Sie haben ein gemeinsames Ziel vor Augen: den Frieden Gottes in die Welt zu tragen. (...)

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